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Archiv für den Monat August 2010

Es gibt einen Grund warum seit über sechs Wochen hier nichts mehr geschrieben wurde. Es sind allerdings weniger die Schulferien in Niedersachsen, deren Ende gestern war, noch ist es Müdigkeit vor dem bloggen oder Themenlosigkeit. Themen habe ich genug, genauso hatte ich genügend Zeit in meinen Ferien zu bloggen. Nein es ist eigentlich ein Konflikt mit einem Telefonriesen aus Deutschland.

Ganz getreu meinem Motto „reduce to the max“ habe ich mich auch was IT angeht „minimalistisch“ eingerichtet. Ein Netbook reicht mir seit etwas mehr als 1 ½ Jahren als Schreib- und Rechenknecht, als universeller Zugang zum World Wide Web, als Werkzeug meine Aufgaben und Projekte – unter anderem diesen Blog – im Griff zu halten, und mich mit der Welt über facebook, Twitter, E-mail, Skype und sonstigem auszutauschen. Dies hat auch immer gut geklappt. Ich habe es genossen, mein „zweites Gehirn“ immer bei mir tragen zu können und zugegeben, ich habe es auch genossen immer wieder auf meinen kleinen Begleiter angesprochen zu werden.

Steve Jobs hat einmal gesagt, dass Netbooks keine Zukunft haben werden. Sie hätten zu geringe Akkulaufzeiten, obwohl 4 Std. bzw. 7 Std. eigentlich nicht gerade wenig sind. Desweiteren seien sie langsam und schwach. Ehrlich gesagt, ich brauche keinen Quadcore 6 Ghz – oder so ähnlich – nur damit meine Akkulaufzeit um cirka ¾ gesenkt wird.

Aber egal, auch über diese Schmähung habe ich hinweggesehen, obwohl ich sehr gehofft hatte, dass Apple ein Netbook-Modell rausbringt. Ich wäre zwar nicht der erste gewesen, der es gekauft hätte, aber ich hätte es gekauft.

Ich schweife ab. Zurück zu diesem Mobilfunkriesen: Eines Tages ratterte mein Laptop. Ich wunderte mich, doch das Rattern nahm nach kurzer Zeit wieder ab und wurde merklich leiser. Dennoch machte ich hektisch eine Sicherheitskopie von den Laufwerken, weil ich Angst hatte, mein Netbook würde bald den Geist aufgeben. Man weiss ja nie… Es war eindeutig der Lüfter. Bei Laptops ist der Stromfresser Nummer eins der Lüfter bzw. ist er bei Netbooks das. So war es eindeutig, dass nur der Lüfter so klappern konnte, weil im Akku-Betrieb Strom gesparrt wird und der Lüfter nicht läuft, oder zumindest auf „Sparflamme“. So konnte man das „Knattern“ auch nur sehr leise und bei genauem Hinhören hören. Ich ging also zu meinem Computer Händler des Vertrauens und fragte ihn um Rat. Er machte mir das Angebot, nachzuschauen wie viel ein neuer Lüfter kostet. Das Problem: Alle Teile sind bei Asus (es handelte sich um ein Asus-Netbook) als Ersatzteile zu bekommen außer: Der Lüfter. Dennoch konnte der Händler einen Lüfter für fast 80 € auftreiben, wenn ich mit dem Preis einverstanden gewesen wäre. War ich aber nicht. Denn den Laptop hatte ich quasi umsonst im Zusammenhang mit einem UMTS-Stick + Vertrag bekommen. Ein Schnäppchen!

Hätte ich gewusst, was für eine Odyssee aus dieser Geschichte wird, hätte ich das Angebot des Händler angenommen. Aber egal, ich schickte den Computer natürlich ein, mit Angabe des Fehlers und der Bitte (!!) der schnellen Behebung desselben. Dies war vor meinem zwei wöchigen Urlaub und am Anfang der Sommerferien. Jetzt bin ich bereits 4 Wochen aus meinem Urlaub zurück und am Ende der Sommerferien und habe weder meinen Laptop – pardon Netbook – noch die Bestätigung, dass er repariert wurde, bekommen. Im Gegenteil: Nach insgesamt 4 Wochen Warten auf die entscheidende SMS des Händlers á la „Netbook ist jetzt da“ rief ich bei dem mobilcom Shop  – über den ich das Gerät eingeschickt hatte – an. Er wolle der Sache noch mal auf den Grund gehen und hinterher telefonieren. Dem guten Mann ist kein Vorwurf zu machen. Er ist das letzte Glied in der Hackordnung und ihn trifft wahrscheinlich am wenigsten Schuld.

Wie versprochen rief er mich auch sodann an und teilte mir mit, dass Vodafon oder Asus oder wer auch immer die Seriennummer brauchen, um den Vorgang zu bearbeiten. Ich stelle also fest, nach 4 Wochen sind Asus oder Vodafon nicht in der Lage  den mobilcom Händler darüber zu informieren, dass wichtige Angaben fehlen. Das müssen die bereits nach spätestens 2 Wochen gewusst haben! Achja by the way, mich haben sie informiert und zwar per SMS, nicht auf mein Handy – das wäre zu einfach gewesen – sondern auf die Simkarte des UMTS-Sticks, den ich ohne das Netbook sowieso nicht benutzen kann und damit nicht gesehen habe konnte. Ich weiss ja nicht welche Leute bei Vodafon/Asus arbeiten, aber sonderlich Ahnung über ihre Produkte scheinen Sie nicht zu haben, zumal es ja wohl Vodafon gewesen sein muss, die mir die SMS geschickt haben.

Nachdem ich nun endlich die Seriennummer durchgegeben hatte hoffte ich nur inständig, dass es schnell gehen würde. Es ging, schneller zwar nicht unbedingt, aber immerhin ging es voran, dachte ich bis ich das Paket aufgemacht hatte. Ein nettes schreiben mit wahrscheinlich verwendeten fertigen Satzbausteinen guckte mich an und teilte mir mit, dass der „Fehler nicht reproduziert werden konnte“. Meine Vermutung: Satzbaustein „SB/fknrw 21“ wurde ausgewählt nachdem der Mitarbeiter einmal an und wieder ausgemacht hatte und nichts gehört hat.

Glauben die denn ich schicke den Laptop absichtlich ein, nur um die zu beschäftigen??? Glauben die ich denke mir den Fehler plus Symptomatik aus, nur zum Spaß???

Jetzt werde ich noch einmal weitere 4 Wochen (mindestens) auf meinen Laptop warten dürfen. Diesmal allerdings lasse ich mir von einem IT-Spezialisten und dem mobilcom Händler bescheinigen, dass das Gerät defekt ist. Ich werde ein Ersatzgerät fordern und dem Service da mal meine Meinung sagen und vielleicht sage ich Vodafon auch ade, mir reicht es nämlich…