What´s up with GTD? What´s up with this blog?

Es ist 1:19 Uhr als ich diesen Blogpost beginne. Ich habe eben Protectors in der ZDF Mediathek zu Ende geschaut und mir wieder mal Gedanken zu diesem Blog gemacht, wie es weiter gehen soll. Immerhin zahle ich für diese Domain 12 € Jährlich! Nicht viel Geld, die meisten zahlen so etwas aus der Portokasse, doch für eine Domain, die ich nicht nutze, sehr viel Geld.

Ursprünglich hatte ich mir gedacht, dass dieser Blogpost nur den Titel „What´s up with GTD“ trägt und nicht auch noch „What´s up with this blog?“. Es sollte um den Zustand von Getting Things Done in der Blogosphäre bzw. um Produktivität in der Blogosphäre gehen. Das Thema ist inzwischen ausgelutscht. Das sage ich ganz offen. Ich habe selber auf einer Liste in Evernote zwar noch c.a. 18 Themenideen und es würde im Laufe der Zeit bestimmt noch einige Themen hinzukommen, aber ich bin nicht mehr gewillt diesem Blog noch Lebensrettende Sofortmaßnahmen zu verpassen. Zugegeben, ich hatte in den vergangenen 8 Monaten wichtigeres zu tun, als zu bloggen. Das wichtigere nennt sich Abitur und war natürlich nicht ganz einfach. Hinzukommt, das mir selber die Leserschaft zu gering ist. Lasst mich kurz erklären, wie ich das meine. Wenn ich einen Blogpost schreibe, möchte ich daraus einen Mehrwert für mich machen. Ich möchte an Erkenntnis dazu gewinnen. Diese Erkenntnis möchte ich mit euch bzw. dem Internet teilen. Die Artikel in der Pipeline haben aber schon diesen Mehrwert erzeugt. Ich würde also nur noch das aufschreiben, was ich sowieso schon selber gelernt habe. Mein Ziel ist es aber durch das Arbeiten an etwas, etwas zu lernen! D.h. es ist mir wichtig etwas neues durch bsp. eine Recherche zu lernen. Etwas, dass ich nicht weiss, ist spannender zu erarbeiten, und das ist für mich bloggen, als etwas nochmal zu erarbeitenwas ich schon weiss.

Warum denke ich, dass Produktivität „ausgelutscht“ ist?

Zum Höhepunkt der GTD Welle gehört meiner Meinung nach auch das unendliche sprießen der Produktivitätsblogs. Die wenigsten haben es zu großer Bedeutung gebracht. Die meisten blieben, wie dieser Blog, in der Versenkung verschwunden.

GTD Times, der Blog von David Allen veröffentlicht nur noch redundantes Zeug, das sich mehr wie Propaganda liest, als ein interessanter Artikel. Den Newsletter habe ich auch schon abbestellt.

Imgriff.com vom Blogwerk Startup veröffentlicht nur noch wiedergekautes Material, was schon unendlich bearbeitet wurde. Nichts gegen imgriff.com, es gibt viele gute Artikel zum Thema Produktivität und auch viele gute Ideen, die den spät Einsteigern nützen, aber imgriff.com hat den Sprung nicht geschafft! Der Sprung hin von dem Thema Produktivität zu „Lifehacking“ oder den „improve your life“ Blogs. Diesen Sprung, oder dieses Grundbedürfnis erfüllen jetzt vielmehr Blogs wie karrierebibel.de.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Produktivität, „Die Dinge geregelt kriegen“ und Getting Things Done sind nicht etwas altes, was jetzt vergessen werden kann! Es sind immer noch gute Dinge, mit denen sich jeder beschäftigen sollte, nur ist die Hochphase zu Ende.

Es geht jetzt um „improve your life“ und nicht um „improve your work“! Der Blog, der  diesen Umschwung nicht schafft wird in Zukunft nicht mehr relevant sein.

Ich werde bald studieren, oder etwas anderes sinnvolles machen, aber ich kann meinen Lesern nicht erzählen, wie sie ihr Leben verbessern sollen. Vielleicht in zwanzig Jahren, wenn ich mich über die ersten grauen Haare ärgere und mir das Lesen ohne Brille langsam schwerfällt. Zudem trifft es auch nicht meine persönlichen Neigungen. Ich gebe Leuten lieber persönlich Tipps.

Wie soll es also nun weitergehen? Im letzten Jahr habe ich zur „Enterung“ der Marvi Marmara eine Presseschau zusammengestellt. Dies, wie auch der Erfahrungsbericht des Profilings in Israel haben mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Mir ist deswegen nach Protectors der Gedanke gekommen, dies auch weiterhin zu tun. Es passiert in der Welt viel und bislang habe ich mich gesträubt dies zu kommentieren, da ich die Konsequenzen fürchtete. Ich hatte aber immer was zum kommentieren und selten einen Ort dies aufzuschreiben.

Warum zum Teufel habe ich diesen Blog nicht dazu genutzt?

In der 600 Folge des Schlaflos in Muenchen Podcast kommen am Ende mehrere andere Podcaster zu Wort. Einer von Ihnen sagt, dass Podcasts sich immer weiterentwickeln. Blogs müssen das auch, sonst werden sie zusammen mit ihren Themen in dem Wust von Wörtern im Word Wide Web untergehen. Das selbe gilt, finde ich, auch für Blogs. Dieser Blog macht einen neuen Schritt in seinem Leben, genauso wie sein Autor! Wie dieser Schritt aussieht, weiss ich noch nicht. Das es einen geben muss ist aber klar.

Es ist jetzt 2:07 Uhr dieser Blogpost geht gleich online und sein Autor schlafen. Wer im Übrigen Rechtschreibfehler findet, darf sie egal ob in früher, oder später Stunde, behalten.

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2 Kommentare
  1. Akku sagte:

    Ich finde du solltest den Blog trotzdem online lassen. Du solltest dich lediglich nicht an ein Thema fesseln, sondern es zu deinem Blog machen, in dem du jederzeit posten kannst, was dir gefällt. Der eine Euro pro Monat tut bestimmt nicht weh, und spätestens im Studium wirst du dich vermutlich freuen, eine unabhängige Plattform dein eigenen nennen zu können, auf der du alles frei entscheiden und publizieren kannst. Eine eigene URL kann eigentlich auch nie schaden.

    Aber das ist nur mein Senf.

  2. Danke, so hatte ich mir das gedacht. Vielleicht ist das nicht so klar geworden, aber URL, Blog und Beiträge bleiben bestehen. Nur der Inhalt wird sich in Zukunft ändern.

    Danke für den Senf!

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