Status quo

Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der eine „Supermacht“ 1,5 Billionen Dollar für Kriege ausgibt, statt allen eine Krankenversicherung zu geben. In einer Welt, in der Demokratische Staaten Dikatoren mit Überwachungstechnologie beliefern und das auch noch gut finden. In einer Welt, in der ich schon Schulden habe, bevor ich überhaupt eine Minute gelebt habe. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, die viel Wind um nichts macht, aber den Wind des Wandels nicht akzeptiert und stattdessen bekämpft…
Was soll nur aus mir werden, wenn ich mich unbedingt an die Welt anpassen muss?

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2 Kommentare
  1. Du hast ein etwas eigenartiges Verstaendnis von der Rolle des Staates. Kein Staat „gibt“ seinen Buergern eine Krankenversicherung. Die Buerger bezahlen diese selber, teils direkt ueber die Gesundheitsabgaben und eigene Zahlungen, teils indirekt ueber Steuern. Die Schulden, die Dein Erbteil von Geburt an sind, stehen in einem ursaechlichen Verhaeltnis zum Sozialstaat.

    Auch bei Kriegen kann und sollte das Kosten-Nutzen-Verhaeltnis ueberschlagen werden. Du scheinst anzunehmen, dass Kriege im Prinzip zweckfrei oder boese sind?

  2. Danke für den Kommentar!

    Bei Kriegen halte ich es so wie Simon Wiesenthal: „Der Krieg ist das Verbrechen“. Auch wenn hier natürlich differenziert werden muss. Bei einem Angriff muss sich ein Staat verteidigen. Wann das der Fall ist, muss von Krieg zu Krieg einzeln geklärt werden. Eine allgemeine Definition kann es nicht geben. Deswegen erübrigt sich auch eine Aufstellung von Kosten und Nutzen, denn der Nutzen einer Selbstverteidigung ist offensichtlich…

    Bezüglich der Krankenversicherung: Selbstverständlich zahlen diejenigen, die arbeiten, beziehungsweise genug verdienen, in das System ein. Alle anderen müssen meiner Meinung nach (auch wenn dort laut dir die Ursache aller Schulden liegen würde) selbstverständlich vom System unterstützt werden.

    Was der Grund für Staatsschulden sind, will ich selber nicht generell sagen, ich will hier nur für Deutschland sprechen und dort ist der Sozialstaat für mich eindeutig nicht der Grund.

    Eine kurze Bemerkung zu der Entstehung dieses, zugegeben leicht pathetischen, Satz. Ich habe hier drei aktuelle Informationen aus den Nachrichten bzw. Blogs die ich lese(schaue) in einen Text gebracht, der Text ist bereits heute nicht vollständig. Du hast aber auch in sofern recht, als dass das Wort „geben“ etwas missverständlich ist. „Garantieren“ ist hier vllt. besser geeignet.

    Gruß nibe

    P.s.: Der erste Satz bezieht sich auf die USA, die im 21.Jh. c.a. 1,5 Billionen Dollar für zwei Kriege ausgegeben haben, wo sich aber die Politik so blockiert, dass einige Menschen Angst haben müssen arbeitslos zu werden und dann vor vielen Gefahren (z.b.: Krankheit) nicht geschützt zu sein.

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